Ein paar Worte

Uta Belina Waeger beschäftigt sich seit Jahren mit gefundenen, ver- und gebrauchten Eisengeräten. diese werden ihrer Urfunktion des Stechens, Bohrens, Schneidens...enthoben, in viele Schichten Papier gehüllt, also entschärft, werden „ver-häut-et“ und übergeführt in einen „anderen“ zustand, in einen gewissermaßen mysteriösen. Als „Wesen“ oder „Körper“ erstehen die Gegenstände wieder…

Wenn UBW „im Material“ ist, d.h. wenn sie sich ihren bevorzugten Zutaten Metall(draht), Papier, Kaffee, Tee...annähert, passiert dies vorerst rein haptisch. Sie versinkt geradezu in der Erfassung durch Berührung, im Versuch der vielfältigen Manipulation und kann es letztlich nicht lassen: sie formt, schichtet ummantelt und bettet ein.
Bei Zeichnungen, d.h. „grafischen“ Lösungen, formt UBW das Motiv in der Luft zum Relief und legt dann einen Papiermantel darüber, bevor sie weiter schichtet ...

Seit Jahren befasst sich UBW mit dem Kreativen Prozess und sieht im Ursprung des Wortes „kreieren“ nicht nur das lateinische creare als schöpfen, schaffen, gestalten, sondern auch das crescere als wachsen, gedeihen. Es geht also sowohl um ungebundenes Machen als auch respektvolles Geschehen lassen. Dabei ist der Vorgang selbst, d.h. das Durchlaufen von Schritten - aus Ordnung und Chaos - zur neu- oder andersartigen Lösung einer Aufgabe wesentlicher als das bloße Ergebnis.

A word or two

UBW works a lot with found objects, often with used and worn-out iron gadgets. These are displaced from their original functions of puncturing, boring, cutting, etc., then wrapped in several layers of paper and become, as she calls it, “be-skinned” and converted into an “other” condition, to some extent mysterious. The materials arise again as “beings” or “bodies” …

When UBW is mainly “in the material,” that is, when she is close to the preferred components – metal (wire), paper, coffee, tea, etc. – this happens purely haptically. She immediately becomes absorbed in acertainment through touch in an attempt at multifaceted manipulation, and ultimately cannot leave it at that: she forms, layers and embeds...
In her drawings she forms the motif into a relief with her fingers in the air, before embedding it in paper...

UBW also deals with the theoretical foundations of art and design, above all with the creative process. In the origin of the word “create,” she sees not only the latin creare as creating, making, forming, but also crescere as growing, thriving, becoming. the creative process is about unfettered making as well as respectfully allowing things to come into being. in all this the act itself, that is, the act of running through the series of steps, assembles from order and chaos a new or different solution to a challenge, and this process is more significant than the mere result.

Installation  |  Objektkunst  |  Malerei  |  Grafik

Das Rote Band

Vermessung einer Architekturlandschaft
mittels farbiger Netz-Bänder, -Flächen.
Ges. ca. 100 m lg, 25 m breit.
Villa Falkenhorst, Thüringen. 2015

Rotationen und Zeichen

Wand- und Bodenelemente
achsial ins Tonnengewölbe montiert.
Ges. ca. 4 m br, 10 m lg
Va. Falkenhorst, Thüringen. 2011/2015

"Ver-Häut-ete" Rotationsblätter

Am Raumende in Steinboden versenkt.
Ges. ca. 4 m breit
Va. Falkenhorst. Thüringen
2009/2015

Chinesische Impressionen 1-13

13-tlg. Fries als Querband installiert.
Ges. ca. 4 m br, 12 m lg
Va. Falkenhorst. Thüringen
2010/2015

Ver-Hüllt

Mehrteilige Installation quer zum Raum.
Diameter je zw. 70-150 cm
QuadrArt Dornbirn
2011

Kunst im Keller

Archaische Objekte in uraltem Weinkeller,
der auch ein Kunstkeller ist.
Dependence der Galerie Winter in
Hattenheim. 2010

Gipfeltreffen

Mehrteilige Installation an Wänden
und Boden.
Städtische Galerie, Waldorf-Mörfelden
2008

Kunst-Korridor

Begehbare Installation in Durchgangsraum
Ges. ca. 6 m lg, 3 m hoch, 2,5 m br.
Palais Liechtenstein, Feldkirch
2004

Von der Vorahnung zur Nachachmung

Vitrinen-Installation
ca. 120 x 50 x 200cm
Neuer KV Aschaffenburg
2015

Gegen-Über

Freihängung roher und ver-häut-eter
Eisengeräte auf ehemaliger Heubühne
ca. 5 m lg, 1,5 m br
Artenne Nenzing. 2011

Hommage an M.L. Casati

Rauminstallation zu einem histor. Thema.
Ges. ca. 10 m lg.
Palais Thurn und Taxis, Bregenz
2005

Atlant

Intervention zum Thema "Druck"
Bambus.
Ca 350 x 100 x 100 cm
Palais Thurn und Taxis. 2012

Leichte Juppe

Künstlerische Überformung einer Brücke
anlässl. eines Holzbildhauer-Symposiums.
Kunstpfad Langenegg, Bregenzerwald.
Heute abgetragen. 2009

S´frei ha metanand

Kunst am Bau, Ausschnitt
Ca. 100 m mehrfunktionale Glasgestaltung
auf 2 Etagen, innen und außen
Sozialzentrum Rankweil. 2011